(08.09.2011)
Kammerpräsident Jonitz zum Tod des Ehrenpräsidenten der Bundesärztekammer: Ärzteschaft verliert einen großen Vertreter einer menschlichen Medizin
Mit großer Trauer und Bestürzung hat die Ärztekammer Berlin den Tod des
Ehrenpräsidenten der Bundesärztekammer, Professor Jörg-Dietrich Hoppe, zur
Kenntnis genommen. "Die deutschen Ärztinnen und Ärzte verlieren mit
Jörg-Dietrich Hoppe viel zu früh einen großen Vertreter einer humanen,
mitfühlenden Medizin", erklärte der Präsident der Ärztekammer Berlin, Dr. med.
Günther Jonitz. Als langjähriger Präsident der Bundesärztekammer und
Vorsitzender des Marburger Bundes habe Jörg-Dietrich Hoppe über viele Jahre
hinweg das Bild der deutschen Ärzteschaft im In- und Ausland geprägt.
"Nie ein Freund der lauten Töne war er doch in der Sache immer klar und
deutlich", sagte Jonitz, "dabei konnte er bisweilen auf intelligente Art bissig
sein, was aber immer mit einem rheinländischen Augenzwinkern verbunden war".
Durch diese versöhnliche Art gelang es ihm, die Ärzteschaft in ihrer Pluralität
zusammenzuhalten. "Jörg-Dietrich Hoppe ging es immer um eine menschliche
Medizin, die sich an hohen ethischen Maßstäben orientiert und sich nicht von
ökonomischen Zwängen einengen lässt." Ein besonderes Augenmerk legte er
stets auf die Erhaltung der ärztlichen Freiberuflichkeit. Ärztinnen und Ärzte
sollten frei von politischen und wirtschaftlichen Einflüssen für ihre Patienten
arbeiten können - verpflichtet nur ihrem medizinischen Gewissen.
Unvergessen sind, so Jonitz weiter, Jörg-Dietrich Hoppes Eröffnungsreden der
Deutschen Ärztetage, in denen er die Finger in die Wunden des Gesundheitswesen
legte, gleichzeitig aber immer auch die Hand zum Dialog ausstreckte. "Wir werden
Jörg-Dietrich Hoppes kluge und warmherzige Art vermissen", ergänzte der Berliner
Kammerpräsident.
ÄRZTEKAMMER BERLIN
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