(15.02.2011)
Bundesweiter Innovationswettbewerb der AOK - Die Gesundheitskasse - und der Ärztekammer Berlin. - Berliner Gesundheitspreis geht an Projekte für pflegende Angehörige.
Berlin. Der mit 50.000 Euro dotierte "Berliner Gesundheitspreis 2010" ist am
Montagabend an Projekte verliehen worden, die pflegende Angehörige unterstützen.
Der diesjährige Preis stand unter dem Motto "Auch Helfer brauchen Hilfe".
Jeweils ein erster Platz und damit ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro gingen
an die Berliner Organisation "Pflege in Not" und an das Münchener
Kontaktnetzwerk "allfa beta". Ein Preisgeld von weiteren 10.000 Euro erhielt die
Bürgerinitiative Stendal, die auf den zweiten Platz gewählt wurde. Neben
Gesundheitsminister Dr. Philipp Rösler nahmen rund 300 Gäste im Atrium des
AOK-Bundesverbandes in Berlin teil.
Einen von zwei ersten Plätzen belegte "Pflege in Not". Die Berliner Initiative
wurde im Jahr 2000 gegründet und ist Anlaufstelle für Menschen, die im Rahmen
der Pflege in Konflikt- oder Gewaltsituationen geraten sind. Ebenfalls ganz oben
auf dem Podest landete das Team von "allfa beta". Das Münchener Projekt
engagiert sich seit 2007 für allein erziehende Mütter mit behinderten Kindern.
Für die ehrenamtliche Betreuung von hilfs- und pflegebedürftigen Senioren wurde
die im Jahr 2004 gegründete Bürgerinitiative Stendal mit einem zweiten Platz
prämiert. Bei der Auswahl der Preisträger entschied sich die Jury bewusst für
Projekte, die auch auf andere Regionen übertragbar und besonders nachhaltig
sind.
Die Verantwortlichen von "Pflege in Not" erhielten ihren Preis aus den Händen
von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler. In seiner Laudatio würdigte
Rösler das Engagement der Berliner Organisation und betonte dabei die Bedeutung
von ehrenamtlichen Helfern und gut funktionierenden Netzwerken für die
Gesellschaft.
Das Team von "allfa beta" erhielt den ersten Preis für den Einsatz für allein
erziehende Mütter mit behinderten Kindern. Das Kontaktnetzwerk aus München
bringt Frauen mit ähnlichen Lebenssituationen zusammen und beugt damit auch
drohender Isolation vor. "Angehörige und Kinder alleine pflegen zu müssen, kann
jeden von uns schnell an seine Grenzen bringen. Deshalb brauchen wir Initiativen
wie 'allfa beta' zur Unterstützung derjenigen, die diese Verantwortung
schultern", betonte Josef Hecken, Staatssekretär im Familienministerium, in
seiner Rede.
Die Bürgerinitiative Stendal wurde mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. In
seiner Laudatio lobte der Stellvertretende Vorstand des AOK-Bundesverbandes,
Jürgen Graalmann, das ehrenamtliche Engagement in Stendal und forderte indirekt
auch die Ausweitung der Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige. "Mit
Geld allein werden wir die Situation nicht lösen. Wir brauchen viele solcher
engagierter Plattformen, um ein würdiges Altern zu organisieren, ohne die junge
Generation zu überfordern." Die Bürgerinitiative kümmert sich in einer eigenen
Tagesstätte um Senioren der Stadt oder betreut sie zu Hause.
Um die diesjährige Auszeichnung bewarben sich bundesweit insgesamt 81 Projekte.
17 davon kamen in die engere Auswahl. Initiatoren des Berliner
Gesundheitspreises sind die Ärztekammer Berlin, der AOK-Bundesverband und die
AOK Nordost - Die Gesundheitskasse. Seit 1995 zeichnen die Veranstalter damit
besondere Projekte aus dem Gesundheitswesen aus. Der Preis wurde in diesem Jahr
zum achten Mal vergeben. Der Jury gehören elf Mitglieder aus den Bereichen
Politik, Wissenschaft und Praxis an.
Weitere Informationen zu den Preisträgern:
www.berliner-gesundheitspreis.de
Sascha Rudat
Pressesprecher
Ärztekammer Berlin |
Gabriele Rähse
Pressesprecherin
AOK Nordost
|
Udo Barkse
Pressesprecher
AOK Bundesverband
|
ÄRZTEKAMMER BERLIN
- Pressestelle -
Sascha Rudat, Tel. 030/ 40 80 6-4100/-4101
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