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Ärztekammer Berlin begrüßt Tarifeinigungen an der Charité und den DRK Kliniken

(30.09.2009)  Kammerpräsident Jonitz: Konsequente Haltung des Marburger Bundes hat zu erfolgreichen Abschlüssen für die Berliner Ärztinnen und Ärzte geführt

Die Ärztekammer Berlin begrüßt die Tarifeinigungen an der Charité und den DRK Kliniken Berlin. "Wir freuen uns über die klugen und einvernehmlichen Abschlüsse. Die konsequente Haltung des Marburger Bundes hat zu diesem für die betroffenen Klinikärzte sehr erfreulichen Ergebnis geführt", sagte Kammerpräsident Dr. med. Günther Jonitz und fügte hinzu: "Die Geschäftsführungen der Charité und der DRK Kliniken haben offenbar verstanden, dass es dauerhaft nicht möglich ist, ihre Ärztinnen und Ärzte von den angemessenen Gehaltsentwicklungen an anderen Krankenhäusern abzukoppeln." Die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin hatte sich in der vergangenen Woche hinter die streikenden Ärztinnen und Ärzte an den DRK Kliniken Berlin gestellt und einstimmig eine Proklamation verabschiedet. Darin wurde unter anderem "die Geschäftsführung der DRK Kliniken aufgefordert, zu einem angemessenen und dem ärztlichen Stande würdigen Verhalten zurückzukehren".

Die Tarifeinigung an der Charité, durch die in letzter Minute ein Streik abgewendet werden konnte, sieht zum 1. Oktober 2009 ein deutliches Gehaltsplus von durchschnittlich
11 Prozent für die 2.200 Ärztinnen und Ärzte an den Universitätskliniken sowie weitere umfangreiche Änderungen des Tarifvertrags vor. Die Gehälter der Ärzte erreichen damit den Tarifstandard der anderen Universitätskliniken im Bundesgebiet. Zum 1. September 2010 erhöhen sich die Gehälter noch einmal linear um 3,9 Prozent. Der Tarifvertrag kann nach MB-Angaben erstmals zum 30. September 2011 gekündigt werden. Vertraglich vereinbart wurden auch Neustrukturierungen in der Arbeitszeitgestaltung der Ärzte. Außerdem sollen Zusatzqualifikationen bei der Vergütung von Fachärzten künftig angemessen berücksichtigt werden.

Der vom Marburger Bund organisierte unbefristete Streik an den drei Berliner DRK-Akut-Kliniken, an dem seit dem 22. September rund 200 Ärztinnen und Ärzte teilgenommen hatten, hat ebenfalls zum Erfolg geführt. Am Dienstagnachmittag beschloss die MB-Mitgliederversammlung eine Aussetzung des Streiks, nachdem man sich mit der DRK-Geschäftsführung geeinigt hatte. Die getroffene Vereinbarung orientiert sich dem MB zufolge am Charité-Abschluss. Auch die Ärzte an den DRK-Kliniken erhalten damit ab 1. Oktober 2009 im Durchschnitt 11 Prozent mehr Gehalt. Ab 1. Januar 2010 reduziert sich zudem die wöchentliche Regelarbeitszeit der DRK-Klinikärzte von 42 Stunden auf 40 Stunden - mit entsprechender Anpassung an die Vergütungsstruktur im kommunalen Bereich. Wie bei der Charité ist auch an den DRK-Kliniken eine weitere Tariferhöhung ab 1. September 2010 um 3,9 Prozent vorgesehen.

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