Alles Wichtige zur Beitragsveranlagung

Mitgliedsbeitrag

Die Ärztekammer Berlin finanziert sich ganz überwiegend über Beiträge ihrer Mitglieder. Im Übrigen erhebt sie für die Erfüllung bestimmter Aufgaben Gebühren. Die Kammerbeiträge richten sich nach der von der Delegiertenversammlung beschlossenen Beitragsordnung sowie nach der Beitragstabelle, die für jedes Beitragsjahr neu festgesetzt wird.

Beitragsveranlagung

Ab diesem Jahr können Sie Ihren Kammerbeitrag auch elektronisch im Mitgliederportal veranlagen.

Sie sind gespannt, wie dies funktioniert? Als Nutzer:in des Mitgliederportals können Sie nachschauen. Loggen Sie sich ein. Gestartet wird die Online-Beitragsveranlagung im Portal mit einer kurzen Information zur Funktionsweise.

Sie sind noch nicht Nutzer:in des Mitgliederportals? Hier können Sie den Zugang zum Mitgliederportal beantragen.

Ob in Papier oder elektronisch: Ihre Veranlagungserklärung muss der Ärztekammer Berlin mit den nötigen Nachweisen bis zum Ablauf des Zugangsstichtages (30. April 2022) zugehen bzw. zugegangen sein.

Fragen & Antworten zur Veranlagungserklärung

Sie wissen nicht, wie Sie Ihren Beitrag veranlagen müssen? Antworten dazu finden Sie hier.

Ihre Situation oder Frage Unsere Antwort
Beitragsbemessungsjahr und Veranlagungsstichtag? Der Beitrag bemisst sich nach der Höhe der im Beitrags­bemessungs­jahr (vorletztes Jahr vor dem Beitragsjahr) erzielten Einkünfte aus ärztlicher Tätigkeit. Der Veranlagungsstichtag ist der 1. Februar.

Sie sind ärztlich tätig und haben in 2020 Einkünfte aus ärztlicher Tätigkeit erzielt?

Bitte füllen Sie auf der Veranlagungserklärung die Tabelle unter A. aus. Ziehen Sie Ihren Einkommensteuerbescheid heran. Als angestellte Ärztin oder angestellter Arzt können Sie auch Ihre Lohnsteuerbescheinigung verwenden, sofern Sie neben Ihren ärztlichen Einkünften aus nichtselbstständiger Tätigkeit keine weiteren Einkünfte aus ärztlicher Tätigkeit erzielen. Wenn Ihnen die Nachweise noch nicht vorliegen, nehmen Sie bitte eine vorläufige Einstufung anhand von Erfahrungswerten vor.

Sie sind ärztlich tätig und haben in 2020 keine Einkünfte aus ärztlicher Tätigkeit erzielt (zum Beispiel mangels Approbation oder Steuerpflicht in der Bundesrepublik Deutschland oder wegen Verlusten)?

Bitte veranlagen Sie auf der Veranlagungserklärung unter B. die Beitragsstufe 3 (= 60 €).

Sie können absehen, dass Ihre Einkünfte aus ärztlicher Tätigkeit in 2022 den Betrag von 20.000 € nicht überschreiten werden, zum Beispiel aufgrund eines Renteneintritts oder Erziehungsurlaubs?

Bitte veranlagen Sie auf der Veranlagungserklärung unter C. vorläufig die Beitragsstufe 3 (= 60 €) vorläufig. Eine abschließende Entscheidung erfolgt nach Vorlage Ihres Nachweises zu den im Jahr 2022 erzielten Einkünften aus ärztlicher Tätigkeit.

Sie sind Mitglied der Ärztekammer Berlin und beitragspflichtiges Mitglied in mindestens einer weiteren Landesärztekammer?

Errechnen Sie bitte zunächst Ihren vollen Beitrag unter A. auf der Veranlagungserklärung. Anschließend teilen Sie den vollen Beitrag unter D. durch die Anzahl Ihrer Kammermitgliedschaften. 

Sofern diese Bemessung Ihres Beitrags zu einer insgesamt unverhältnis­mäßigen Beitragserhebung führt, zum Beispiel weil die andere Kammer keine Teilungsregel vorsieht, können Sie den Beitrag anhand der 2020 in Berlin erzielten Einkünfte aus ärztlicher Tätigkeit bemessen werden. Sie zahlen jedoch mindestens 60 €.

Sie sind Mitglied der Ärztekammer Berlin und beitragspflichtiges Mitglied mindestens einer weiteren berufsständischen Kammer (zum Beispiel Zahnärztekammer oder Apothekerkammer)?  Veranlagen Sie den Beitrag bitte unter E in der Beitragsstufe 8 mit 180 €.
Sie sind Mitglied der Ärztekammer Berlin, beitragspflichtiges Mitglied mindestens einer weiteren Landesärztekammer sowie beitragspflichtiges Mitglied mindestens einer weiteren berufsständischen Kammer (zum Beispiel Zahnärztekammer oder Apothekerkammer)? Bitte ermitteln Sie die Beitragseinstufung unter D. und unter E. und tragen Sie darunter den für Sie günstigeren Beitrag ein.
Sie sind nach ihren Verhältnissen am Veranlagungsstichtag (01.02.2022) nicht ärztlich tätig, zum Beispiel aufgrund eines Erziehungsurlaubs, des Eintritts in den Altersruhestand, einer Erwerbsunfähigkeit, oder Sie sind dauerhaft und schwer erkrankt?

Bitte veranlagen Sie unter F. der Veranlagungserklärung den Mindestbeitrag in Höhe von 60 €. Bei dauerhafter Aufgabe der ärztlichen Tätigkeit können Sie zusätzlich einen Antrag auf dauerhafte Festsetzung des Mindestbeitrags stellen.

Im Fall einer dauerhaften und schweren Erkrankung legen Sie Ihrer Veranlagung bitte ein ärztliches Attest bei.

Sie beziehen zum 01.02.2022 Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach SGB II oder SGB XII oder sind aufgrund schwerer Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten pflegebedürftig (ab Pflegestufe 3)?

Stellen Sie bitte auf der Veranlagungserklärung unter G. einen Antrag auf Befreiung von der Beitragszahlung und reichen Sie mit Ihrem Antrag Kopien der Leistungsbescheide bzw. einen Bescheid über die anerkannte Pflegestufe ein.

Sie befinden sich in einer Härtefallsituation, zum Beispiel bei vorübergehenden ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten oder in unverschuldeter wirtschaftlicher Notlage?

Dann stellen Sie bitte unter H. auf der Veranlagungserklärung einen Antrag auf Stundung oder Erlass, begründen Sie diesen und fügen Sie geeignete Nachweise bei.

Was passiert, wenn der Beitrag nicht veranlagt wird? Wenn Sie die Beitragsveranlagung und die erforderlichen Nachweise nicht, nicht ordnungsgemäß oder nicht fristgerecht einreichen, setzt die Kammer Ihren Beitrag fest. Die Festsetzung erfolgt nach dem Vorjahresbeitrag in der Beitragsstufe 35 auf 998 €, in der Stufe 55 auf 1.568 € oder es wird der höchste Beitrag der Tabelle in Höhe von 5.700 € festgesetzt.