Ärzt:innen, die Röntgenstrahlen am Menschen anwenden, müssen im Besitz einer Fachkunde im Strahlenschutz sein.

Fragen & Antworten

Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Fachkunde im Strahlenschutz finden Sie hier.

Qualifikation

Fachkunde im Strahlenschutz

Kommen Röntgenstrahlen, radioaktive Stoffe oder ionisierende Strahlen am Menschen zur Anwendung, ist auf die Fähigkeiten und das Wissen des Handelnden besonderer Wert zu legen. Daher müssen alle Ärztinnen und Ärzte, die in diesen Bereichen tätig werden, im Besitz einer entsprechenden Fachkunde im Strahlenschutz sein.

Als zuständige Stelle prüft und bescheinigt die Ärztekammer Berlin die Fachkunden nach § 74 Abs. 1 und 2 Strahlenschutzgesetz (StrlSchG) und nach § 48 Abs. 1 Strahlenschutzverordnung (StrlSchV). Zur Wahrnehmung dieser ihr von der Senatsverwaltung übertragenen Aufgabe hat die Ärztekammer Berlin einen Beauftragten für Strahlenschutz sowie zwei Vertreter berufen. Diese prüfen die Fachkundeanträge nach Aufbereitung durch die zuständigen Sachbearbeiter:innen und bescheinigen, sofern alle Voraussetzungen erfüllt sind, die beantragten Fachkunden.

Rund um die Fachkunde

Antragstellung Fachkunde

Hier finden Sie Anträge auf die Bescheinigung von Fachkunden im Strahlenschutz und weitere Formulare.

Details zum Erwerb der Fachkunde

Was Sie über den Erwerb einer Fachkunde im Strahlenschutz wissen sollten.

Aktualisierung der Fachkunde

Sobald Sie eine Fachkunde im Strahlenschutz erworben haben, müssen Sie diese regelmäßig aktualisieren.

Ausnahmeregelung aufgrund der Corona-Pandemie

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit hat im Hinblick auf zu befürchtende medizinische Engpässe in der radiologischen Versorgung mit Rundschreiben vom 25.03.2020 zum Umgang mit strahlenschutzrechtlichen Vorgaben für die bildgebende Diagnostik (Röntgen) in der Corona-Krise Folgendes mitgeteilt:

"Um dem befürchteten Personalmangel zu begegnen, werden für eine Übergangszeit bis zum Ende der Krisensituation die Fachkundeanforderungen für im klinischen Betrieb tätige Ärztinnen und Ärzte im Hinblick auf die erforderliche praktische Erfahrung (Sachkunde) und die Teilnahme an anerkannten Kursen gelockert. Eine ausreichende praktische Erfahrung ist bereits dann gegeben, wenn die Ärztin oder der Arzt ca. die Hälfte der für das jeweilige Anwendungsgebiet erforderlichen Sachkundezeiten absolviert hat. Zudem ist der erfolgreiche Abschluss des Grundkurses im Strahlenschutz ausreichend. Auf den erfolgreichen Abschluss der einschlägigen Spezialkurse wird verzichtet. Der Erwerb der praktischen Erfahrung ist von derjenigen Person schriftlich zu bestätigen, in deren Verantwortungsbereich oder unter deren Aufsicht die praktische Erfahrung erworben wird (§ 47 Absatz 2 Satz 1 StrlSchV). Auf das Erfordernis der Prüfung und Bescheinigung der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz durch die zuständige Stelle nach § 47 Absatz 1 Satz 1 StrlSchV wird in dieser Ausnahmesituation verzichtet."

Durch diese Lösung soll es insbesondere Ärzt:innen in der Fachkundeausbildung ermöglicht werden, die rechtfertigende Indikation für die Anwendung ionisierender Strahlung am Menschen zu stellen.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei dieser Bestimmung um eine Ausnahmeregelung für im klinischen Betrieb tätige Ärztinnen und Ärzte handelt, die nur für die Röntgendiagnostik und für eine Übergangszeit bis zum Ende der Corona-Pandemie bedingten Krisensituation angewendet werden kann.

Kontakt

Fachkunde RöV/StrlSchV

Abteilung 1 - Weiterbildung / Ärztliche Berufsausübung

Katja Böhlendorff

Waltraud Georg

Ärztin

Andrea Weigelt