Zahl der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte auf über 400.000 gestiegen

Meldung

Die Zahl der in Deutschland praktizierenden Ärztinnen und Ärzte ist im vergangenen Jahr um fast Zehntausend gestiegen, so das Ergebnis einer aktuellen Statistik der Bundesärztekammer (BÄK).

Demnach waren bei den Kammern zum Jahresende 2019 insgesamt 402.119 berufstätige Medizinerinnen und Mediziner gemeldet. Damit kommt in Deutschland rein rechnerisch eine Ärztin oder ein Arzt auf rund 200 Menschen.

Etwas mehr als die Hälfte (51,5 Prozent) arbeitet in Krankenhäusern, während im ambulanten Sektor 159.846 Ärztinnen und Ärzte – 2.558 mehr als 2018 – beschäftigt sind.

Wie dringend medizinischer Nachwuchs gebraucht werde, zeige die Altersentwicklung: Laut Statistik sind derzeit acht Prozent der berufstätigen Medizinerinnen und Mediziner schon 65 Jahre und älter. Weitere zwölf Prozent waren Ende 2019 bereits zwischen 60 und 65 Jahre alt. Das heißt, so Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt, ein Fünftel aller berufstätigen Ärztinnen und Ärzte werde sich vermutlich bald in den Ruhestand verabschieden.

Dieser Fakt und die Corona-Pandemie führten „drastisch vor Augen, wie sehr unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben von einem gut funktionierenden Gesundheitswesen abhängt“, so Reinhardt. Deshalb müsse die Politik der Nachwuchsförderung und Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen „künftig höchste Priorität“ beimessen.